REISEFOTOGRAFIE  I  BOLIVIEN

WARUM MAN ALS FOTOGRAF DEN SALAR DE UYUNI BEREISEN SOLLTE

von | 20. Juni 2016

Die Wüste an der Küste Perus, ein wuselndes Durcheinander von Vögeln, gigantische Inkaruinen auf den höchsten Gipfeln der Anden – während meiner Reise durch Südamerika erschließen sich mir zahlreiche fabelhafte Fotomotive. Im Nachhinein kann ich nicht mehr genau sagen,  welches davon ich am beeindruckendsten fand. Die Salar de Uyuni Tour in Bolivien ist mit Sicherheit eines der abwechslungsreichsten Erlebnisse für jeden Fotografen oder Fotografiebegeisterten.  Und sie ist mein persönliches Highlight.

Hier die 10 Gründe, warum niemand diese Tour auslassen sollte:

Der Zugfriedhof bei Uyuni

Ganz zu Beginn der viertägigen Tour fahren wir nur ein paar Kilometer von dem kleinen Städtchen Uyuni hinaus in die Wüste. An diesem mystischen Ort stehen mitten im Nichts alte, ausgemusterte Züge, Waggons und Zugteile.

zugfriedhof-1300-x-864

Die Dörfer

Nächsten Tag machen wir in einigen Dörfern Halt. Sie sind noch sehr ursprünglich und werden nicht extra für die Touristen aufgeräumt. Bei einem kleinen Spaziergang bin ich selbst für die Einheimischen die größte Attraktion. Hier finde ich jede Menge an spannenden und unverfälschten Motiven.

doerfer-1300-x-864
Der Salar der Uyuni

Die Salzwüste mit mehr als 10.000 Quadratkilometern ist eines der Hauptziele dieser Tour und natürlich auch dementsprechend beeindruckend. In der Regenzeit ist der Salar de Uyuni mit einer dünnen Wasserschicht bedeckt und wird so zum größten Spiegel der Welt.

salar-de-uyuni-1300-x-867
Die Berglandschaft

Ablagerungen von Schwefel, Eisen, Calcium und anderen Mineralien in den Gesteinsschichten der Berge führt zu einer enormen Farbenpracht. Sie verleihen den Anden eine fast schon surreal wirkende Anmut. Die teilweise noch aktiven Vulkane, die diese besondere Landschaft prägen, lassen das Fotografenherz höher schlagen.

Die Laguna Colorada

Der von Vulkanen eingerahmte See auf 4280 m Seehöhe beheimatet eine besondere Algenart. In Kombination mit dem sehr hohen Mineralstoffgehalt des Wasser färbt die Alge den See blutrot. Die Mischung aus dem weißen Borax und dem blutroten Wasser in dem tausende Flamingos ihre Nahrung suchen, war für mich eines der Highlights dieser Tour.

laguna-colorada-1300-x-867

Die Geysire

Durch die vulkanische Aktivität unter der Erdoberfläche gibt es an bestimmten Orten riesige Flächen mit dampfendem Geysiren. Am frühen Morgen, wenn die Kälte der Nacht die Dampffontänen noch kerzengerade in den Himmel aufsteigen lässt und die ersten Sonnenstrahlen die Wassermassen in ein intensives Orange tauchen, ist die perfekte Zeit, um sich mit der Kamera in Position zu bringen.

geysir-867-x-1300
Die Salzhotels

Die Nächte verbringen wir in Hotels, die zur Gänze aus Salz gebaut sind. Da dieser Rohstoff im Überfluss vorhanden ist, wurde die Verarbeitung perfektioniert und als massives Baumaterial zum Schutz vor der eisigen Kälte der Nacht eingesetzt.

salzhotel-867-x-1300
Die Wüste und deren Felsformationen

Nicht nur Salz, Borax, Berge und Seen sind ständige Begleiter auf der Salar de Uyuni Tour. Einen großen Teil der Tour ist man in von Bergen eingekesselten Wüsten unterwegs. Am südlichsten Punkt der Reise, sehr nahe der chilenischen Grenze, durchqueren wir die Salvador Dali Wüste. Die Felsformationen und Steine sind ein weiteres beeindruckendes Motiv. Es wundert mich nicht, dass sich schon Dali von dieser Landschaft inspirieren ließ.

wueste-und-felsen-1300-x-867

Der Sternenhimmel

Durch die Weitläufigkeit und dünne Besiedelung der Landschaft kann ich die Milchstraße mit freiem Auge bewundern. Die geringe Lichtverschmutzung und die trockene, dunstfreie Luft geben eine ganz besonders klaren Blick auf den Nachthimmel frei. Also Stativ nicht vergessen!

sternenhimmel-1300-x-867

Die Flamingos

Die nährstoffreichen Seen in dem gesamten Gebiet sind ein Paradies für Flamingos. Drei verschiedene Flamingoarten besiedeln die Anden. Sie sind recht zutrauliche Zeitgenossen, deshalb komme ich den Tieren sehr nahe und kann auch ohne übergroßes Teleobjektiv fotografieren.

flamingos-2-1300-x-867

HIER SCHREIBT

ALEXANDER MARXGUT

Alex ist gelernter Mediendesigner und hat das Feld vom äußersten Westen Österreichs in Richtung Osten aufgeräumt, bevor er schließlich als Fundraiser die Bundeshauptstadt Wien rockte. Von Natur aus neugierig, und weil der Job als Werber „also eh nix Fixes“ war, jagt er heute als Fotograf im Unterholz des peruanischen Dschungels Kaimanen und Totenkopfaffen nach. Über seine fotografischen Reiseerfahrungen und -erlebnisse bloggt er auf TraveltoPic.

quotation-mark

Fotografie bedeutet für mich Freiheit, es erlaubt mir Dinge und Orte ganz bewusst zu erwarten.

Alexander Marxgut

ALEXANDER ON AIR
TIPPS ZUR TOUR

Die Tour bucht man am besten direkt vor Ort, da man da die besten Preise bekommt!

Die Preise liegen bei ca. 100 – 150 € für die gesamte Tour + 20 € Eintritt. Im Preis inbegriffen sind Geländewagen mit Fahrer/Guide. Der Geländewagen ist meist mit fünf weiteren Personen besetzt. Individuell gibt es kaum gute Möglichkeiten diese Tour zu machen. Ein guter Anbieter für die Tour ist Ripley Tours.

Man erreicht teilweise eine Seehöhe von über 5000 m. Man sollte also einigermaßen akklimatisiert sein. Wenn man ein paar Coca-Blätter mit dabei hat, schadet es gewiss auch nicht.