Architekturfotografie
PISTENSPASS EINMAL ANDERS

ADRENALIN RUSH

von | 8. November 2017

Die Tage werden kürzer – am Abend beginnt es immer früher dämmrig zu werden. Vom goldenen Herbst wird bald nicht mehr viel übrig sein und der Winter mit seiner Schneepracht steht schon vor der Türe.

Oft lernen Kinder bei uns schon im Alter von 3 Jahren das Skilaufen. Zumindest kann man sich da schon mal mit den ersten grundlegenden Übungen vertraut machen wie etwa auf der Piste herum rutschen und Schlepplift fahren. Für Kinder ist es wesentlich einfacher als für Erwachsene diesen Sport zu erlernen. Sie gehen mit viel mehr Leichtigkeit an die Sache ran und beweisen meistens auch sehr viel mehr Mut, Neugierde und Durchhaltevermögen. In diesem Fall: 1:0 für die Kinder.

Auch ist für uns „Alpenländler“ das Schifahren keineswegs ein „exotischer“ Sport. Vorausgesetzt natürlich, man kann sich diesen Luxus leisten. Für eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern ist es oft nicht so einfach, dies auch finanziell zu stemmen.

Generell ist es aber so, dass der Winter mit seinen Schneelandschaften, der eisigen Kälte und der schmutzige Schneematsch in den Städten nichts Besonderes mehr für uns ist. Wir kennen den Winter. Es gibt Leute, die mögen ihn überhaupt nicht. Das Schneeschaufeln ist lästig, die Kälte kriecht in die Knochen, der Matsch macht die Schuhe schmutzig und kaputt.

Es gibt aber auch Menschen, die können sich nichts Schöneres und Aufregenderes als Schnee,  Kälte und Matsch vorstellen. Wie etwa Menschen, für die Wüstenklima und drückende Hitze bei Temperaturen um die 45 Grad völlig normal sind. Diese Menschen sehen das Schifahren als Exotensport. In Dubai hat man sogar eine Skihalle in einer Einkaufs-Mall errichtet. Es stehen dort 1,5 km Pisten und 3 Lifte für die Gäste zur Verfügung. Das „Wintersportgebiet“ liegt auf einer Höhe von 15 bis 100 m. Die Hauptabfahrt erstreckt sich auf eine Gesamtlänge von 0,4 km. Dort beträgt der Höhenunterschied „stolze“ 62 Meter.

Im oberen Teil der Skihalle sind die Pisten eher schwer und so können die Anfänger an der Mittelstation auch aus der Sesselbahn aussteigen. Hier gibt es eine kleine Hütte, das sogenannte Avalanche Café.

Lebendige Pinguine dienen in der Halle ebenso zum Freizeitvergnügen wie lautstarke Beschallungs-Musik aus verschiedenen Lautsprechern.

Generell gibt es in der Schihalle – vom Anfänger bis zum Skiprofi – fast alles, was das Herz für vergnügliche Skistunden begehrt. Was man benötigt erhält man vor Ort. Angefangen von Ski oder Snowboards, Stöcken, Schuhen und Skianzug. Auch Mützen und Handschuhe kann man kaufen.

Aber ein Skitag ohne Aprés Ski? Ohne Fritattensuppe und Mohnknödel. Ohne „Anton aus Tirol“. Und ohne Wolfgang Ambros Wintersporthymne „Schifoan“ … stattdessen ein „Disneyland“ in der Wüste … ich weiß nicht … da ist mir sogar der Schneematsch auf unseren heimischen Straßen wieder viel sympathischer!

HIER SCHREIBT

DORIS REINTHALER

Als ausgebildete Grafikerin hat Doris, mit der Kamera in der Hand, die beste Möglichkeit ihre Kreativität auszuleben und in Neues einzutauchen. Die Fotografie ist für sie eine Art Sprache. Ein Mittel der visuellen Kommunikation. Neugierde – Offenheit – Lernen – Sehen – Aufzeigen – Einlassen auf Neues. Das ist ihr wichtig.

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Lebendige Fotografie lässt Neues entstehen, sie zerstört niemals. Sie verkündet die Würde des Menschen. Lebendige Fotografie ist bereits positiv in ihren Anfängen, sie singt ein Loblied auf das Leben.

Berenice Abbot

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