MICHAEL NAGILLER IM PORTRAIT

LEBEN UND ARBEITEN AN DER INNSBRUCKER NORDKETTE #2

von | 24. Januar 2018

Michael Nagiller sitzt entspannt, aber konzentriert, an seinem Arbeitsplatz im Maschinenhaus der Innsbrucker Hungerburgbahn. Von hier aus überwacht er den gesamten Betrieb der Standseilbahn zwischen der Talstation Congress Innsbruck und der Bergstation auf der Hungerburg. Besonderes Anliegen ist natürlich die Sicherheit, zu deren Gewährleistung  täglich bereits vor Beginn der offiziellen Betriebszeiten Kontrollfahrten ohne Fahrgäste unternommen werden. An Bildschirmen überblickt er auch die anderen Stationen und kann damit die jeweiligen Bahnfahrer bei der Zutrittskontrolle unterstützen.

Auch wenn die zahlreiche Technik die Überwachung des Betriebes unterstützt, muss für den Betrieb und die Wartung doch ordentlich Hand angelegt werden. Dabei müssen nicht nur die Seile und Rollen ausgetauscht werden, sondern auch die Sträucher entlang der Strecke geschnitten oder der Schnee weg geschaufelt werden.

Michael Nagiller ist eigentlich gelernter Tischler und hat seinen Beruf nach der Lehre auch ausgeübt. Durch die fortschreitende Automatisierung entsprach die tatsächliche Arbeit nicht mehr seinen ursprünglichen Berufsvorstellungen und er sah sich nach neuen Herausforderungen um. Bei der Hungerburgbahn fand er schließlich eine abwechslungsreiche Tätigkeit, die er seit mehr als 20 Jahren mit Enthusiasmus und Engagement ausübt. Dies kommt deutlich zum Ausdruck, wenn er mit Begeisterung davon spricht, dass er bei der Neuerrichtung der Nordkettenbahnen mitgearbeitet hat oder wenn er von den Wartungsarbeiten an den Lawinensprengbahnen im Bereich des Hafelekar erzählt.

Unser interessantes Gespräch beendet Michael Nagiller mit folgendem Satz: „Es ist eine sehr abwechslungsreiche und interessante Arbeit. Die Hungerburgbahn gibt es ja nur einmal auf der Welt!“

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KLAUS SPIELMANN

Als ausgebildeter Geograf und Geoinformatiker beschäftigt sich Klaus insbesondere mit räumlichen Phänomenen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um natürliche, durch den Menschen gestaltete oder auch virtuelle Räume handelt, auf die er sich als Geograf, Raumplaner, Geoanalytiker, Kartograf oder Fotograf einlässt.

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Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.

Christian Morgenstern

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