ZU GAST BEI GEIGENBAUMEISTER WERNER TROYER

KLANGFARBEN

von | 3. März 2015

Der Geigenbau ist ein traditionelles und exklusives Handwerk, das nicht nur viel Geduld, sondern auch ein besonderes Gespür für den Werkstoff Holz und für die feinen Nuancen des Klangs erfordert.

Der Korpus ist meist aus Fichten- oder Ahornholz gefertigt, das bei Vollmond geschlägert und vor der Verarbeitung mehrere Monate „reifen“ muss. Das Holz wird gespalten und gefugt. Dann wird die Decke ausgeschnitten und die Wölbung mit viel Fingerspitzengefühl bearbeitet. Geigenbaumeister Werner Troyer, der Hauptdarsteller dieser Geschichte, biegt die Zargen, klemmt und leimt sie auf den Korpus auf, bevor er – neben anderen Arbeitsschritten – die Schnecke schnitzt und den Hals in den Korpus einpasst. Lackiert wird das Instrument mit Lackmischungen, die das Geheimnis jedes Geigenbauers bleiben. Bleibt noch, den Stimmstock einzupassen.
Cover

Die reine Handwerksarbeit ist damit abgeschlossen. Um jedoch daraus ein Spitzeninstrument zu machen, ist eine aufwändige Justierung vonnöten. Der Geigenbauer spielt das neue Instrument ein paar Wochen lang und notiert sich, welche Töne ihm nicht gefallen, weil sie zu schwach, zu stark, zu dumpf, zu schrill usw. sind. Wenn er glaubt alle Fehler entdeckt zu haben, öffnet er die Geige wieder und beginnt, an bestimmten Stellen dünne Holzschichten abzutragen. Die Kunst ist dabei zu wissen, welche Änderungen am Korpus welche Töne und Klangfarben beeinflussen können. Schließlich wird die Geige wieder zusammengeleimt und lackiert, dann beginnt wieder das Probespielen. Dieser Zyklus kann mehrere Male durchlaufen werden, bis die Geige perfekt klingt.

Protagonist dieser Reportage ist Geigenbaumeister Werner Troyer aus San Candido/Innichen (Südtirol). Er verleiht nicht nur den von ihm gebauten Instrumenten Seele, sondern auch dieser Foto-Reportage – die auch eine wunderbare Referenz gelebter Osttiroler und Südtiroler Nachbarschaft ist.

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REGINA M. UNTERGUGGENBERGER

Regina wollte schon als kleines Kind Geschichten schreiben. Später, bereits tief im Berufsalltag einer Kommunikationsentwicklerin verankert, wollte sie unbedingt fotografieren. Heute macht sie beides. Sie erzählt Geschichten in Bild und Wort. Geschichten von besonderen Menschen, Plätzen und Begegnungen. Dabei legt sie stets Wert auf die innere Verbindung zu den Menschen, Landschaften und Dingen, die sie portraitiert.

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Das Gegenwärtige ist das Ewige, oder richtiger das Ewige ist das Gegenwärtige, und das Gegenwärtige ist das Erfüllte.

Søren Kierkegaard

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