Marokko
Coverfoto für die „Kreativwirtschaft“

Über Preis und Wert von Kreativleistungen

von | 5. Mai 2016

Die Zeitschrift „Kreativwirtschaft in Osttirol“, die von meinem lieben Kollegen Jan Schäfer und mir ins Leben gerufen wurde, erscheint in Kürze zum zweiten Mal. Unser Ziel ist es, ein stärkeres  Bewusstsein für Kreativleistungen aller Art zu schaffen. Wir fanden, dass dies gerade hier in Osttirol bitter Not täte. Wenn ich mir einen Facebook-Post, den einer meiner Kollegen heute geteilt hat, ansehe, scheint es aber, als ob der Wert von Kreativleistungen nicht nur in unserer Gegend oft verkannt wird.

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Coverbild zum Thema „Tradition und Moderne“

Doch zurück zur „Kreativwirtschaft in Osttirol“. Die zweite Ausgabe steht unter dem Generalthema „Tradition und Moderne“. Meine Aufgabe war es, die Design-Profis von Aberjung mit einem Coverbild zu beliefern, das dieses Thema widerspiegelt. Dazu habe ich mir überlegt, das künstlerische Werk des Bildhauermeisters Gabriel Rauchegger zu inszenieren.

Rauchegger fertigt in seinem Abfaltersbacher Atelier Unikate, meist aus Zirben- oder Lärchenholz. Die Geschichte und Tradition des Werkstoffs Holz übt eine große Faszination auf ihn aus: „Bei einem Lärchenstamm, den ich bearbeitet habe, zählte ich 263 Jahresringe“. Traditionelle bzw. naturalistische Darstellungen und deren grundlegende Gestaltungsregeln wie beispielsweise der Goldene Schnitt seien für ihn das handwerkliche Fundament. Seine persönliche Ausdrucksweise findet er aber vor allem in modernen Arbeiten, die für ihn ein Zeichen der Weiterentwicklung sind. Das schöne an seinem kreativen Beruf sei, dass man dabei so viele Freiheiten habe: „Ich kann modern oder sogar abstrakt arbeiten und selbst entscheiden, was das Motiv für mich bedeutet.“ Weil er diese Freiheit auch dem Betrachter gewähren will, gibt er vielen seiner Skulpturen keine Namen. So würden in der hier abgebildeten Figur viele Betrachter eine Engelsgestalt sehen, andere wiederum eine Blütenform.

Ich bin jetzt schon sehr, sehr gespannt auf das Titelblatt ….

Hier gibt es noch die s/w Variante des Bildes. Was gefällt Euch besser und warum?

rmu-6566-2-1583-x-1055Gabriel Rauchegger: Skulptur aus Lärchenholz, gebürstet, mit Erdpigmenten lasiert

REGINA M. UNTERGUGGENBERGER

Regina wollte schon als kleines Kind Geschichten schreiben. Später, bereits tief im Berufsalltag einer Kommunikationsentwicklerin verankert, wollte sie unbedingt fotografieren. Heute macht sie beides. Sie erzählt Geschichten in Bild und Wort. Geschichten von besonderen Menschen, Plätzen und Begegnungen. Dabei legt sie stets Wert auf die innere Verbindung zu den Menschen, Landschaften und Dingen, die sie portraitiert.

2 Kommentare

  1. In diesem Fall gefällt mir die farbige Variante besser, weil die beiden schwarzen Dach-Kanten weniger dominieren und der warme Farbton der Holz-Skulptur sehr sympathisch wirkt. Für die S/W Variante spricht aber, dass die Skulptur oben nicht angeschnitten ist, und zum Kirchturm ein wenig Luft bleibt. Ich wünsche Dir viel Erfolg mit der Zeitschrift!

  2. Das mit dem warmen Farbton ist ein wirklich gutes Argument. Da gebe ich dir vollinhaltlich Recht. Die farbige Version ist an und für sich nicht angeschnitten, aber WordPress hat bei der Formatierung der Titelbilder ein Eigenleben entwickelt.

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